16.05.2014 Vernissage Lichtblau "Das Alphabet der Erinnerungen"

16.05.2014
Vernissage Lichtblau “Das Alphabet der Erinnerungen”

Am 16.05.2013 um 19:30 Uhr findet in der Galerie in der Hessenmühle (Tetzner-Museum) die Vernissage der zweiten Ausstellung der Gemeinde Gersdorf in diesem Jahr mit einzigartigen Holzschnitten des Niederwiesaer Künstlers Lichtblau statt. Er hat unter anderem Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiteten, dargestellt, zum Beispiel Heinz Tetzner, den “alten Harlekin”.

„Der alte Harlekin“ – vielleicht das A aus dem Alphabet der Erinnerungen des Künstlers aus Niederwiesa, ist für alle Gersorfer und Freunde Heinz Tetzners immer wieder faszinierend, denn Lichtblau hat unseren Heinz Tetzner, unseren „alten Harlekin“ treffend dargestellt: Wir sehen in sein Gesicht, altersweise, von schwerer Krankheit, ja, bereits vom Tod gezeichnet, und trotzdem ein Harlekin, der seinen Schalk nicht ganz verloren hat, der interessiert auf die Welt und auf die Menschen schaut, ihnen entgegenblickt und sie liebt. DAS ist Heinz Tetzner wie er war; das Porträt ist genial eingefangen. – Und: Heinz Tetzner hat die halbfertige Druckplatte zu diesem Holzschnitt noch selbst gesehen. Ich erinnere mich – das Gesicht, die Hände und ein Teil des Pullovers waren fertig, und Heinz Tetzner fand sein Porträt wunderbar gelungen und lobte den Künster. Er sagte dazu: „ Diese feine piepslige Art Holzschnitte zu machen, die fast wie Fotos wirken, ist überhaupt nicht meine Sache, ich habe immer viel viel grober gearbeitet.“ Aber er erkannte die wochen- und monatelange Arbeit an und staunte über die Holzschnitte und Farbholzschnitte seines Freundes Lichtblau.

Und nun sind Sie eingeladen, meine Damen und Herren, dem Künstler, der sein Handwerk zum Teil bei Siegfried Otto Hüttengrund erlernte, den er ebenso schätzt wie Heinz Tetzner, über die Schulter zu schauen und in unserer Ausstellung Holzschnitte zu erleben, die wirklich manchmal wie gemalte Bilder wirken, und doch auch wieder nicht.

Lichtblau arbeitet surrealistisch, das heißt, die Bilder erscheinen auf den ersten Blick realistisch, allerdings eben nur auf den ersten Blick. Danach wird man in ein Mysterium geschickt, kann staunen, lächeln, kichern, sich wundern oder am besten sich einfach fallen lassen und die Bilder genießen.

Und fragen Sie den Künstler nicht, was er hier darstellt. Er beantwortet keine Fragen. Lichtblau erklärt seine Werke nie. Aber er hat einen Ausspruch zu seinen Bildern geprägt:

Das Bild ist die sichtbare Beschreibung eines Gedankens.
Der Titel ist die unsichtbare Beschreibung eines Gedankens.
Und beides, Bild und Titel zusammen ergeben das Kunstwerk bei Lichtblau.

Nun wissen Sie es, meine Damen und Herren; schauen Sie also immer beides zusammen an – und freuen Sie sich an der Kopfkunst eines Spötters und an der realistisch-surrealistischen Darstellung von Menschen, die seinen Weg begleiteten.

Toni Leuschner mit seinem Akkordeon wird Sie wieder mit schöner Musik verzaubern und Monika Zscheppank wurde von Lichtblau gebeten, die Laudatio zu halten. Seien Sie gespannt.

Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen, am Freitag, dem 16. Mai, diese Ausstellung bei einem Gläschen Wein oder einem anderen Getränk, bei guten Gesprächen und einem bisschen Spaß zu genießen und so die Woche ausklingen zu lassen. Wir freuen uns auf Sie.